Bald in Bitcoin – Folge 8: Sicherheit vor Betrug: Fake‑Support & Phishing

Shownotes

Folge 8: Sicherheit vor Betrug – Fake‑Support, Phishing & Shitcoin‑Fallen

Was du mitnimmst

– typische Betrugsmaschen schneller erkennen (Fake‑Support, Phishing, Fake‑Apps) – 7‑Punkte‑Checkliste: bevor du klickst, installierst oder überweist – Börsen & E‑Mail: warum 2FA und Login‑Gewohnheiten entscheidend sind – warum ich von Shitcoins für Einsteiger abraten würde (Scam-/Manipulationsrisiko) – du musst keinen ganzen Bitcoin kaufen – Bruchteile reichen

Begriff der Woche

Social Engineering: Betrug über Druck, Vertrauen und Manipulation – nicht über Technik.

Ausblick (nächste Folge)

In der nächsten Folge gibt’s zum ersten Mal ein Interview. Ich spreche mit Markus Vorsmann über Selbstverwahrung (Self‑Custody). Markus arbeitet im Umfeld eines Hardware‑Wallet‑Anbieters (BitBox) – ich sage das transparent dazu. Aber: Das wird keine Werbeveranstaltung. Wir sprechen bewusst hardware‑neutral über Wallets, typische Fragen, Do’s & Don’ts und wie du ein Setup bekommst, mit dem du ruhig schlafen kannst.

Wenn du eine Frage zur Verwahrung hast: Schreib sie mir gern in die Kommentare.

Links & Kontakt

YouTube: https://youtu.be/08DIj_FpoFQ Podcast: https://bald-in-bitcoin.podigee.io/ Kontakt: lossmerhoddle@protonmail.com

Unsicher? Schreib mir eine E‑Mail mit dem Betreff „Sicher bleiben“.

Disclaimer

Hinweis: Das ist Bildung und keine Finanzberatung. Ich teile Erfahrungen und Einordnungen, aber du entscheidest selbst, ob und wie du handelst.

Transkript anzeigen

Hallo und willkommen bei bald in Bitcoin. Digitales Geld für analog geboren. Ich bin

Tom und hier geht es wie immer um Bitcoin. Verständlich erklärt, ohne Hype, ohne Spekulation

und ohne Technikgeschwurbe. Heute sprechen wir über ein Thema, das leider immer wichtiger

wird. Das Thema Betrug. Fake Support, Fishing und Maschen, die dich unter Druck setzen. Ich sage

dir gleich zu Beginn, du musst dafür nicht naiv sein, um darauf reinzufallen. Viele sehr

vernünftige Menschen fallen auf so etwas rein. Denn das ist kein Technik-Hack, sondern ein Hack,

der dich persönlich unter Stress setzen soll. Die Methoden sind nicht exklusiv für Bitcoin,

es gibt sie zum Beispiel auch beim Banking und eventuell habt ihr auch schon mit solchen Versuchen

Erfahrung gesammelt. Wenn es in deinem Kopf laut wird und jemand sagt,

musst jetzt sofort handeln, dann passieren Fehler. Und genau das will ich heute mit

euch verhindern. Du bekommst einen klaren Plan, wie du damit umgehen kannst und nicht

darauf hereinfällst. Der Begriff der Woche ist Social Engineering. Social Engineering heißt,

jemand hackt nicht deine Technik, sondern deinen Kopf. Das geschieht entweder über Druck, mit Angst,

mit Autorität oder auch manchmal mit Charme. Und jetzt wird es praktisch.

Teil eins, die häufigsten Maschen sind Fake Support. Du bekommst eine Nachricht. Hallo,

wir sind vom Support, dein Konto ist gefährdet. Wir müssen das sofort lösen. Manchmal kommt das

per Telegram, manchmal per WhatsApp oder über E-Mail und ab und zu, sogar per Anruf. Merke dir,

echter Support fragt dich nie nach deiner Passphrase, auch Seedphrase genannt, nie. Die zweite Masche,

sogenanntes Fishing. Du bekommst einen Link, es gibt dir ein Sicherheitsproblem und du musst

sich dringend kümmern. Bitte hier einloggen. Der Link sieht echt aus. Der Inhalt scheint

stimmig, aber es ist nicht die Seite des Herstellers oder Anbieters, sondern eine Kopie. Du tippst deine

Daten ein und die landen beim Betrüger und werden von ihm genutzt, um dich zu schädigen.

Die dritte Masche, sogenannte Fake Apps oder Fake Wallets oder Fake Tools,

sie sehen professionell aus. Es gibt Wertungen, es gibt ein Logo, alles scheint offiziell. Und am

Ende geht es immer um eine Sache, dass du irgendwo deine Seedphrase eingibst.

Die Masche Nummer 4. Zu gut, um wahr zu sein. Es gibt ein Bonus, eine Verdopplung deiner Bitcoins.

Einfach gesagt, es geht um schnelles Geld. Wenn du das hörst, ist es eigentlich immer Betrug.

Ich nenne dir fünf rote Flaggen, die du kennen solltest und wenn eins dieser Dinge passiert,

gehen bei dir jetzt ab sofort hoffentlich die roten Lampen an. Erst Zeitdruck, Handle sofort.

Zweitens Angst, dein Konto ist in Gefahr, wenn du jetzt nicht reagierst.

Drittens Geheimhaltung. Wir haben hier ein spezielles Angebot, sag niemandem etwas davon.

Viertens, du sollst eine App installieren oder jemand soll per Fernwartung, also Remote,

auf deinen Rechner zugreifen. Fünftens, du sollst Passphrasen bzw. Seedphrase,

Passworte, Codes oder Backup-Wörter teilen. Merke dir, Angst und Zeitdruck sind einfach schlechte Berater.

Hier ist nun eine 7-Punkte Checkliste für dich. Bevor du etwas klickst,

bevor du installierst, bevor du überweist, geh folgende 5 Punkte durch.

Punkt Nummer 1 Stopp. Handy weg oder weg vom Computer. Einmal tief durchatmen, bevor du etwas tust.

Der zweite Punkt ist eine Prüfung der Quelle. Wer schreibt da eigentlich wirklich? Und über

welchen Kanal? Ist der Kanal seriös? Gibt es Hinweise, dass der Kanal nicht echt ist?

Falls es solche Hinweise gibt, sofort die Finger weg.

Punkt 3 Geben niemals deine Seedphrase für deine Bitcoin ein. Nicht am Handy,

nicht am PC, nicht im Browser. Einfach niemals. Der vierte Punkt? Keine Links aus Nachrichten.

Folge ihn nicht. Am besten gehst du über Lesenzeichen oder du tippst die Adresse selbst ein.

Der fünfte Punkt ist aktiviere deine zwei Faktor-Authentifizierung, vor allem bei E-Mail und

bei Börsen. Diese Tipps gelten übrigens wie all die Tipps auch für das Online-Banking.

Punkt 6 Fangen mit kleinen Tests an. Wenn überhaupt, dann versuche erst einen kleinen Betrag.

Der siebte und letzte Punkt ist die Buddy-Regel. Wenn du unsicher bist, sprich einmal mit jemandem,

dem du vertraust, bevor du handelst. Teil 4 Börsen. Auch dort passieren viele Fehler.

Wenn du eine Börse nutzt, dann gilt, deine E-Mail ist der Schlüssel. Wenn also jemand Zugriff

auf deine E-Mail hat, hat er oft am Ende auch Zugriff auf dein Account bei dem Anbieter.

Also am besten mit zwei Faktor-Authentifizierungen auf die E-Mail und mit zwei Faktor-Authentifizierungen

auf die Börse und keine Lock-in-Mails anklicken, sondern direkt über dein Lesenzeichen auf den

Account gehen. Und wenn du eine Support-Nachricht bekommst, nicht über den Link, nicht über die

Nummer, sondern du gehst selbst auf die offizielle Seite und suchst dort den offiziellen Support-Weg.

Ein weiteres Gebiet für Betrug sind sogenannte Shitcoins, etwas höflicher,

auch Alternativcoins genannt. Und ich erkläre dir, warum ich da sehr kritisch bin. Ich sage dir

offen meine Meinung. Für Einsteiger sind die meisten Coins außer Bitcoin eine zusätzliche

Betrugsgefahr. Warum? Weil dort mehr Marketing, mehr Versprechen, mehr Intransparenz und mehr

Manipulation drin ist. Bitcoin ist ein Netzwerk, ein offenes dezentrales Protokoll ohne Firma

oder Gründerkontrolle dahinter. Während hinter den meisten anderen Coins Unternehmungen, Stiftungen

oder Einzelpersonen stehen, die die Entwicklung, die Governance beeinflussen können und durch ihre

Interessen, die den Coins maßgeblich beeinflussen und auch häufig intransparenz sind. Und betrüger

lieben komplizierte Geschichten, weil man schneller den Überblick verliert. Bleibe am Anfang so

simpel wie möglich. Zum Schluss, wenn du willst, helfe ich dir dabei, dein Sicherheitscheck einmal

in Ruhe durchzugehen. Ich vergebe pro Woche zwei bis drei Termine, damit es gründlich bleibt. Schreib

mir eine E-Mail an losmar-hodl at protonmail.com. Die E-Mail-Adresse findet ihr auch unten im

Begleittext. Bitte mit dem Betreff sicher bleiben. Wie immer der Hinweis, mein Podcast ist Bildung

und keine Finanzberatung. Ich teile Erfahrungen und Einordnungen, aber du entscheidest selbst, ob

und wie du handelst. In der nächsten Folge wird es zum ersten Mal ein Interview geben, worauf ich mich

wirklich sehr freue. Ich spreche mit Markus Forsmann. Markus arbeitet im Umfeld des Hardware

Herstellers bzw. Anbieters Bitbox. Keine Sorge, es wird keine Werbeveranstaltung. Wir sprechen

bewusst hardwareneutral und ganz praktisch. Wie funktioniert Selbstverwahrung, worauf solltest

du achten und welche Fragen solltest du stellen, bevor du dir ein Setup baust. Wenn du eine Frage

zur Verwahrung hast, die ich Markus stellen kann, schreibe sie mir gerne in die Kommentare. Bis zur

nächsten Folge. Vertraue weniger, verstehe mehr, dein Tom.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.