Folge 3 - Warum funktioniert Bitcoin überhaupt?

Shownotes

Thema der Folge: Warum Bitcoin funktioniert – knapp, sicher und dezentral

In dieser Episode erfährst du: • Warum Bitcoin niemandem gehört und nicht gesteuert werden kann • Wie Dezentralität in der Praxis funktioniert • Weshalb es keinen „Ausschaltknopf“ für Bitcoin gibt • Warum die feste Begrenzung auf 21 Millionen Bitcoin entscheidend ist • Wieso diese Eigenschaften Vertrauen schaffen – auch ohne zentrale Instanz

Für wen ist die Folge gedacht? Für Menschen ab 50+, die Bitcoin verstehen wollen, ohne Technik, Hype oder Spekulation – sondern mit klarem Blick auf die Grundlagen.

Begriffe aus der Folge (einfach erklärt): • Dezentral: Kein zentraler Betreiber, viele unabhängige Teilnehmer • Knappheit: Bitcoin ist mathematisch begrenzt • Netzwerk: Weltweite Computer, die gemeinsam die Regeln einhalten

Podcast: Bald in Bitcoin – Digitales Geld für analog Geborene Moderator: Tom

🎧 Jetzt reinhören und verstehen, was Bitcoin im Kern zusammenhält.

Transkript anzeigen

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Hallo, willkommen zurück bei Bald in Bitcoin.

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Ich bin Tom und heute gehen wir eine Ebene tiefer.

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Keine Technik, kein Nerdgeräte, sondern Grundverständnis.

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In der heutigen Folge erkläre ich, warum Bitcoin überhaupt funktioniert, wie funktioniert das Netzwerk von Bitcoin und was bedeuten eigentlich genau die Begriffe dezentral, knapp und sicher, die immer wieder im Kontext von Bitcoin besprochen werden.

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Kommen wir zunächst dazu, was zeichnet Bitcoin aus hinsichtlich Dezentralität?

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Was besonders ist bei Bitcoin ist, dass ihn niemand kontrolliert.

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Bitcoin gehört keiner Firma, es gehört keiner Regierung und auch keiner Bank.

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Bitcoin ist ein Netzwerk, ein Protokoll, welches auf tausenden Computern weltweit läuft.

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Und das unterscheidet Bitcoin auch von allen anderen Kryptowährungen.

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Eine weitere Besonderheit ist, dass Bitcoin sich nicht abschalten lässt. Es gibt keinen zentralen Ausschaltknopf, wie es auch keinen Einschaltknopf gibt. Das Netzwerk wurde einfach gestartet mit ein paar Computern und seitdem läuft das Netzwerk und es sind immer mehr Computer dazugekommen.

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Das bedeutet auch, dass niemand einfach die Regeln des Protokolls des Netzwerks ändern kann und somit können keine neuen Bitcoin über die 21 Millionen, die fixiert sind, ins Netzwerk gegeben werden.

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Also im übertragenen Sinne heißt das, dass niemand neues Geld drucken kann, wie das in normalen Währungen ja regelmäßig geschieht.

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Ein weiterer Vorteil ist, dass auch keine Konten gesperrt werden können, weil das Netzwerk quasi autonom läuft und niemand Einfluss ausüben kann.

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Für unsere Generation ist das sehr ungewohnt, denn wir kennen sehr viele zentrale Systeme. Unsere Staaten sind zentral organisiert, die Banken sind zentral, es gibt eine europäische Zentralbank, es gibt die Federal Bank in den USA und viele von uns kennen auch noch zentrale Computersysteme, die zentral gesteuert werden.

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Bei Bitcoin ist das anders. Es gehört allen und gleichzeitig niemanden und ist damit dezentral.

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Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk geprüft.

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Es ist so, wenn du Bitcoin verschickst, prüfen sehr viele Computer gleichzeitig, ist genug Guthaben da, wurde nichts doppelt ausgegeben und ist die Signatur der Transaktion gültig.

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Das heißt, man fragt nicht nach Inhalt oder Umständen, sondern nur danach, ob die Transaktion, der Transfer formal und technisch korrekt ist.

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Das Bitcoin-Netzwerk besteht ja aus hunderttausenden Computern, sogenannten Knoten.

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Und diese Knoten überprüfen dann gleichzeitig nicht alle, aber sehr viele davon, ob die Transaktion korrekt ist.

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Ihr könnt euch die Bitcoin-Blockchain als ein gemeinsames Kassenbuch vorstellen.

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Wenn alles korrekt ist, wird die Zahlung ins Kassenbuch, in die sogenannte Blockchain eingetragen und alle synchronisieren sich auf denselben Stand, alle Computer, sodass es nur ein gültiges Kassenbuch, eine Blockchain gibt.

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Für die von euch, die über YouTube schauen, habe ich hier mal einen Screenshot des sogenannten Mempools gemacht.

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Also das ist quasi ein Blick ins Kassenbuch.

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Was ihr hier seht, sind auf der rechten Seite die blauen Blöcke, sind Transaktionen, die bereits abgeschlossen sind.

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Da seht ihr die Anzahl der Bitcoin, die darin transferiert wurde und noch ein paar weitere Details, die hier aber für heute nicht relevant sind.

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Auf der linken Seite seht ihr die zukünftigen Blöcke und das ist eine Visualisierung der sogenannten Blockchain.

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Also das Bitcoin-Netzwerk besteht aus ganz vielen Knoten und diese Knoten schreiben ein gemeinsames Kassenbuch.

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Die Buchhalter-Metapher funktioniert ganz gut hier, finde ich.

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Stellt euch einfach vor, es gibt eine große Runde Buchhalter.

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Alle haben ein und dasselbe Kassenbuch und alle Buchhalter kontrollieren sich gegenseitig.

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Und genau so funktioniert Bitcoin, nur eben digital.

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Warum ist Bitcoin wirklich knapp?

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Denn eigentlich kann man digital doch alles kopieren.

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Das funktioniert bei Fotos, das funktioniert bei Musik, bei Text und bei Film.

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Aber in Bitcoin ist das anders.

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Bitcoin kann man nicht einfach kopieren.

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Denn das ist auch eine der größten Errungenschaften des Erfinders des Bitcoin-Netzwerkes, Satoshi Nakamoto.

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Er hat nämlich einen Weg gefunden, wie man dafür sorgt, dass digitales Geld nicht kopiert werden kann,

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sondern dass es eine Möglichkeit gibt, das zu prüfen und keine Duplikate zu haben.

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Ein weiterer Grund, warum Bitcoin wirklich knapp ist, ist die sogenannte 21-Millionen-Grenze.

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Denn im Bitcoin-Protokoll ist festgelegt, dass es maximal 21 Millionen Bitcoin geben wird.

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Es wird keine 22 Millionen Bitcoin geben, es wird keine 50 Millionen Bitcoin geben,

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es wird niemals mehr Bitcoin geben als 21 Millionen.

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Und diese Regel ist nicht verhandelbar.

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Und das ist natürlich beim Thema Geld ein völlig anderes, denn hier gibt es keine Geldgrenze, die festgelegt ist,

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sondern die Geldmenge wird kontinuierlich erweitert.

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Diese 21 Millionen lassen sich eigentlich kaum ändern und ich sage kaum, weil es theoretisch möglich wäre,

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aber diese Änderung wäre nur möglich, wenn praktisch alle Teilnehmer im Netzwerk zustimmen

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und das Netzwerk dann diese neuen Regeln akzeptiert.

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In der Praxis heißt das, die Knappheit ist der Kern von Bitcoin und es macht für keinen Sinn, diese Regel aufweichen zu wollen.

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Ich sage praktisch alle Teilnehmer müssten zustimmen.

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Jeder kann sich eine Bitcoin-Node, wenn er denn möchte, zu Hause aufbauen und hinstellen.

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Und wenn man darauf das Bitcoin-Netzwerk laufen lässt, ist man dann automatisch Teilnehmer des Bitcoin-Netzwerkes mit einer sogenannten Node, einem Knoten, auf dem Bitcoin läuft.

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Bitcoin ist also ein digitales, knappes Gut.

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Und der Vorteil ist, dass es weltweit nutzbar ist.

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Es ist also wie etwas in der realen Welt, aber global und digital.

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Warum ist Bitcoin sicher?

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Die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerkes entsteht durch viele Teilnehmer.

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Ich hatte eingangs gesagt, es gibt keine Firma, keine Bank, kein Staat, der hinter Bitcoin steckt,

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sondern es gibt nur eine Menge an Teilnehmer.

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Und diese Menge Teilnehmer sorgt auch für die Sicherheit im Bitcoin-Netzwerk.

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Es laufen tausende Rechner mit dem Bitcoin-Code überall auf der Welt

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und all diese Rechner prüfen gemeinsam die Transaktion und die Korrektheit der Blockchain.

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Theoretisch sind Angriffsszenarien möglich, aber diese Angriffe wären extrem teuer,

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denn ein Angreifer müsste riesige Mengen Energie aufbringen, um das Bitcoin-Netzwerk zu knacken, zu hacken

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und er müsste zusätzlich eine gigantische Rechenleistung kaufen, um das Bitcoin-Netzwerk zu beeinflussen.

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Und diese Menge an Energie und Rechenleistung wäre so groß, dass sich selbst viele Staaten das nicht leisten könnten und auch keine Firmen. Denn ein Angriff wäre extrem teuer und letztendlich ist es einfacher, einfach im Bitcoin-Netzwerk mitzumachen.

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das heißt in Bitcoin zu investieren, Bitcoin zu kaufen, denn diese Riesenmengen Geld, die man

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einbringen muss, um theoretisch das Netzwerk zu hacken, machen einfach keinen Sinn die zu bezahlen,

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dann wäre eine Teilnahme am Netzwerk sinnvoller.

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Ja, mein Fazit für heute ist: Bitcoin ist knapp, Bitcoin ist sicher und Bitcoin ist dezentral.

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Was bedeutet das für euch?

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Bitcoin funktioniert, weil niemand die Macht hat, das Netzwerk zu ändern.

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Alle gemeinsam kontrollieren das Netzwerk.

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Und es gibt fest eingebaute Regeln, die transparent sind

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und an die sich alle Teilnehmer des Bitcoin-Netzwerkes automatisch halten müssen.

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Insgesamt kann man sagen, ist das ein neues Konzept von Eigentum und das ist wirklich aus meiner Sicht das erste Konzept von digitalem Eigentum.

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Was erwartet euch in der nächsten Folge? In der nächsten Folge kannst du hören und lernen, wie du sicher Bitcoin kaufst, verwahrst.

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Da gibt es verschiedene Möglichkeiten von ETF über eine sogenannte Kryptobörse bis hin zu einer Hardware Wallet.

10:52-11:02

Und ich erkläre euch Schritt für Schritt die Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungen.

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